Wilhelm Weber

W.Weber

Wilhelm Eduard Weber wurde 1804 in Wittenberg geboren. Sein Vater, Michael Weber war Professor für Theologie an der Universität in Wittenberg. Im Napoleonischen Krieg verlor der Vater von 12 Kindern einen Teil seines Vermögens, dazu kam, daß 1813 bei der Beschießung Wittenbergs sein Haus abbrannte und nur wenig gerettet wurde. So wuchsen die Kinder in größter Sparsamkeit auf. Nach Auflösung der Universität zog die Familie nach Halle. Dort ging Wilhelm zunächst auf das Pädagogium der Frankeschen Stiftung und studierte dann anschließend an der Universität Naturwissenschaften. In dieser Zeit beschäftigte er sich zusammen mit seinem Bruder Ernst Heinrich ( 1795-1878) mit der Erforschung der Wellen. Sie verfaßten die klassische "Untersuchungen über die Wellenlehre". 1827 habilitierte sich Wilhelm in Halle und bekam schon 1828 eine a.o. Professur. Im gleichen Jahr traf er bei der Versammlung Deutscher Naturforscher und Ärzte in Berlin mit A.v.Humboldt und Gauß zusammen. Auf Empfehlung von Gauß bekam Wilhelm Weber 1831 einen Ruf als Professor für Physik in Göttingen. Gemeinsam mit Gauß arbeitete er über Erdmagnetismus. Sie schufen 1833 den ersten elektromagnetischen Telegraphen. 1837 konstruierten sie das Induktionsinklinatorium. Im gleichen Jahr aber erfolgte Webers Amtsentsetzung als einer der "Göttinger Sieben". Er ging als Privatgelehrter nach Leipzig und wurde 1844 - 1849 dort Professor. Dann konnte er wieder nach Göttingen zurückkehren auf seine alte Stelle und arbeitete über die elektrodynamischen Maßbestimmungen [www.geophys.tu-bs.de].

Fundamentale Bedeutung haben Webers Untersuchungen zu elektrodynamischen Meßverfahren erlangt, die er in sieben Aufsätzen in den Abhandlungen der Königlich Sächsischen Gesellschaft der Wissenschaften zwischen 1846 und 1878 vorlegte.

Die SI-Einheit des magnetischen Flusses ist nach Wilhelm Weber benannt: Wb


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