Demonstrations-Amperemeter

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Federamperemeter 2/10A um 1896; No 76238

Schul-Amperemeter No. 584

Als einfachstes Prinzip zur Herstellung eines direkt zeigenden Galvanometers darf ohne Zweifel das dem Kohlrausch'schen Federgalvanometer zu Grunde gelegte angesehen werden: Ein Eisenkern wird in ein Solenoid (=stromdurchflossene Spule) eingezogen; als Gegenkraft dient eine auf Ausdehnung beanspruchte Feder; die Tiefe der Einziehung giebt ein Mass für die an den Enden des Solenoids herrschende Spannung bezw. für die dasselbe durchfliessende Stromstärke.
Um diese relativ geringe Einziehung dem Schüler inm vergrössertem Masse zu zeigen, wirken bei vorstehenden Schulinstrumenten sowohl Eisenkern als Feder an einem Hebel, der mit einer Drehungsachse nebst Zeiger verbunden ist.

Der Strom wird an der linksseitigen und an der mittleren Klemme zugeführt. Die Modifikation der Empfindlichkeit bezw. die Vergösserung des Messbereichs wird beim Amperermeter der auf der Rückseite des Instruments angebrachte Nebenschluss (Shunt) durch Einlegen des Verbindungsstückes der mittleren und rechten Klemme bewirkt. Hat man im Voraus nicht angenähert eine Kenntniss von der vorhandenen Stromstärke, so versuche man deren Messung stets zunächst mit verminderter Empfindlichkeit, also mit angelegtem Nebenschluss [41]

Um den mechanischen Nullpunkt bei Temperaturschwankungen konstant zu halten besteht die Feder aus einem links-gewundenen und einem rechts-gewundenen Teil.

 

H&B Katalog 1894 Auszug H&B Katalog 1894 (297k)

Anhand der Nummer auf der Skala kann das Fertigungsdatum über die sog. Skalenbücher bestimmt werden. Dieses Demonstrationsamperemeter wurde demnach im Jahre 1900 produziert.


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