Drehspul-Isolationsmesser IKb/FI



H&B Isolationsmesser Geräte-Nr. 2028405

Das IKb/FI von Hartmann & Braun dient zur Messung des Isolationswiderstandes von elektrischen Temperatur- und Vorrats-Meßanlagen an Bord von Flugzeugen.
Das Instrument ist in einem Eichenholzkasten mit Tragriemen und aufklappbarem Deckel untergebracht.

Der Isolationsmesser besitzt 3 Klemmen und 1 Taster. Klemmen I und II rechts und links über der Skala dienen zur Isolationsprüfung, Klemmen II u. III zur Spannungsmessung. Der Druckknopf unten links wird bei der Isolationsmessung zum Überprüfen der Meßspannung benötigt. Die Meßspannung wird 10 leicht auswechselbaren Taschenlampenbatterien entnommen, die im unteren Teil des Holzkastens untergebracht sind. Mit Hilfe einer in die Seitenwand eingelassenen Rändelscheibe läßt sich ein magnetischer Nebenschluß zur Anpassung der Meßwerkempfindlichkeit an das Nachlassen der Batteriespannung betätigen. Abweichungen der Zeigerstelllung vom mechanischen Nullpunkt (0 Volt bezw. Unendlich kOhm) werden durch Betätigen der mit "Z" bezeichneten Schraube berichtigt.

Zur Isolationsmessung muss die zu messende Leitung spannungslos sein. Vor der Messung wird die Apparatebatterie auf ihren Spannungszustand geprüft. Da die Meßspannung der eingebauten Batterie mit der Zeit sinkt, ist ein magnetischer Nebenschluß vorhanden, der es erlaubt, die Empfindlichkeit des Meßwerks der variablen Spannung anzupassen. Dieser magnetische Nebenschluß wird durch die aus der Kastenwand herausragende Rändelscheibe betätigt bei gleichzeitigem Drücken des Tasters T; die Rändelscheibe muß dabei solange gedreht werden, bis der Zeiger genau auf den Skalenpunkt 0 kOhm eingespielt. Ist dieses nicht zu erreichen, so ist die Batterie verbraucht und muß erneuert werden. Nach Anschluß eines Widerstandes an die Klemmen I und II zeigt das Instrument direkt den Isolationswiderstand an. Der Druckknopf darf dabei nicht gedrückt werden.

Läßt sich der Skalenpunkt 0 kOhm mit Hilfe der in der Seitenwand eingelassenen Rändelscheibe nicht mehr einstellen, so sind die Taschenlampenbatterien verbraucht und müssen ausgewechselt werden. Hierzu öffnet man den Boden des Instrumentes, nimmt die verbrauchten Batterien heraus und setzt die neuen in genau gleicher Schaltung wieder ein. Spannungsmessung Zuerst wird die Rändelscheibe nach rechts bis zum Anschlag gedreht. In dieser Stellung kommt die Marke auf der Rändelscheibe unter das auf dem Abdeckblech befindliche Spannungszeichen "Sp" zu stehen. Die zu messende Spannung wird an die Klemmen II und IlI angeschlossen, wobei auf richtige Polarität zu achten ist, und dann wird der Spannungswert an der gleichmäßigen Teilung abgelesen. Bei der Spannungsmessung bleibt die Klemme I frei und der Druckknopf I darf nicht gedrückt werden.

Die Klemmen II und III sind nur in der Anschlagstellung der Rändelscheibe mit dem Meßwerk verbunden, bei anderer Stellung des magnetischen Nebenschlusses, welche eine Fehlmessung ergeben würde, ist die innere Verbindung der Klemmen mit dem Meßwerk unterbrochen [BA November 1941].


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