Kapavi

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H&B Kapavi; Skalen-Nr. 2223097
Kleine H&B Kapazitäts-Meßbrücke "Kapavi"

Die neue, besonders handliche Meßbrücke dient zur schnellen und genauen Messung der Kapazität von Kondensatoren aller Art.
Auch verlustbehaftete Kondensatoren lassen sich einwandfrei messen. Die Spannung am Meßobjekt beträgt bei Verwendung des "Kapavi-Summers" maximal 45 Volt, die Frequenz des Meßstroms etwa 800 Hz.

Die Meßbrücke "Kapavi" enthält in einem formschönen, schwarzen Preßstoffgehäuse mit den Abmessungen von nur 200 x 110 x 65 mm und einem Gewicht von nur etwa 1,1 kg die Brückenglieder, die aus hochwertigen Glimmer-Kondensatoren und Widerständen bestehen, die geeichte Skala, den Meßbereich-Umschalter und den Phasenabgleicher. Am Gehäuse befinden sich die beiden mit "X" bezeichneten Klemmen zum Anschluß des Meßobjektes, je zwei Buchsen für den Kopfhörer und Stromquelle sowie ein gleichzeitig als Taster ausgebildeter Schalter für den Meßstrom.

Die Meßstromquelle "Kapavi-Summer" ist ein der Meßbrücke "Kapavi" besonders angepaßtes Zusatzgerät. Es enthält in einem schwarzen Preßstoffgehäuse einen Summer für etwa 800 Hz mit Einstellrändelschraube und eine handelsübliche leicht auswechselbare Taschenlampenbatterie (4,5V). Die elektrische Verbindung von Stromquelle und Brücke erfolgt lediglich durch Anstecken des Kapavi Summers. Ein in die Brücke eingebauter Übertrager transformiert die Spannung auf max. 45 V am Meßobjekt.

Spannungsschwankungen der Taschenlampenbatterie haben keinen Einfluß auf die Meßgenauigkeit, die so lange erhalten bleibt, so lange der Summer noch anspricht.

Anstelle des Kapavi-Summers kann jede andere gleichwertige Wechselspannung Verwendung finden. Die an die Brückensteckbuchsen gelegte Spannung darf jedoch 4 V nicht überschreiten. Als Nullinstrument dient ein Kopfhörer mit etwa 200 Ohm Widerstand.

Der große Meßbereich-Umfang  von 20 pF bis 10 µF wird durch die 5 Einzel-Meßbereiche erzielt, die durch den Meßbereich-Umschalter eingestellt werden.

Skala und Ablesung. Für die 5 Meßbereiche ist nur eine etwa 210 mm lange Kreis-Skala mit der Bezifferung von 20 ... 1000 vorhanden, die von 5,5 praktisch gleichmäßig geteilt ist.

Die Ablesung erfolgt unter einem Faden im Skalenfenster. Der Meßwert ergibt sich durch Multiplikation mit der Zehnerkonstante des gerade eingestellten Meßbereiches. Skalenfenster und Meßbereich-Umschalter sind durch eine mathematische Formel sinnfällig miteinander verbunden, sodaß Irrtümer bei der Multiplikation ausgeschlossen sind.

Phasenabgleich. Ein eingebauter regelbarer Phasenabgleichwiderstand (Drehknauf links über dem Skalenfenster) ermöglicht scharfe Einstellung des Ton-Minimums auch bei Messungen an verlustbehafteten Kondensatoren mit einem Fehlwinkel bis tg δ = ± 0.02 bei den kleinen Meßbereichen 103 pF und 104 pF und bis tg δ = ± 0,2 bei den höheren Meßbereichen [20].

Das Kapavi wurde erstmals auf der Großen Deutschen Rundfunk-Ausstellung 1937 in Berlin gezeigt und wurde in einem Werbeblatt wie folgt beschrieben:
"Diese neue Meßbrücke, die erstmalig auf der Funkausstellung gezeigt wird, ist dank ihres großen Meßereiches von 20 pF bis 107 pF (10 Mikrofarad) hervorragend zur Messung sämtlicher in der Funktechnik verwendeten Kondensatoren geeignet. Der von den kleinen handlichen H&B Pontavi-Widerstands-Meßbrücken her bekannte Grundgedanke, nach Möglichkeit sämtliche Brückenglieder in einem gemeinsamen Gehäuse unterzubringen und die Ablesung denkbar einfach zu gestalten, ist auf die Kapazitäts-Meßbrücke "Kapavi" übertragen worden.
Hochwertige H&B-Glimmer-Vergleichskondensatoren und ein Phasenabgleicher gewährleisten hohe Genauigkeit auch bei Messungen an verlustbehafteten Kondensatoren. Die mittlere Fehlergrenze beträgt nur ± 1 % vom Sollwert, im untersten Meßbereich ± 1 % zuzüglich ± 3 pF."
(Kapavi Werbeblatt 1937).

Kapavi Bedienungsanleitung Orginal Bedienungsanleitung (177k)


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