EBLX-1

Der Beleuchtungsmesser EBLX 1 von Hartmann & Braun dient zur objektiven Messung von Beleuchtungsstärken in Lux. Er besteht aus einem Drehspulinstrument mit Meßbereichwähler, einem Selen-Photoelement mit 78 mm Außendurchmesser der Passung und einer lichtempfindlichen Schicht von 58 mm Durchmesser sowie einem Spezialfilter, durch das die spektrale Empfindlichkeit des Photoelements im ganzen Spektralbereich weitgehend an die des menschlichen Auges (DIN 5031) angepasst ist.

Die Meßbereiche umfassen 0...15/50/60 Lux ohne Anpassungsfilter bzw. 0...150/500/600/1500/5000/6000 Lux mit Anpassungsfilter und werden durch Drehen des Meßbereichwählers eingestellt. Das Meßergebnis wird entsprechend dem gewählten Bereich auf einer der drei Skalenteilungen 0...15/50/ 60 abgelesen. Die Eichung in Lux (lx) bezieht sich auf die Candela (cd) als Einheit der Lichtstärke und wird in allen Bereichen mit Vergleichslampen bei einer Farbtemperatur von 2850K (Kelvin) durchgeführt.

Angaben über lichttechnische Größen und die Lichtmessung sind in den Normen DIN 5031 und DIN 5032 zu finden.

Es ist genauestens darauf zu achten, daß das Photoelement nicht beschattet oder durch Reflexion (weiße Arbeitskittel usw.) zusätzlich aufgehellt wird. Soweit möglich, kann das Photoelement auch auf die beleuchtete Fläche aufgelegt werden. Das Anzeigeinstrument soll während der Messung annähernd waagerecht stehen oder gehalten werden. Die Beleuchtungsstärke wird in Lux abgelesen. Werden Beleuchtungsmesser in ausgesprochen warmer oder kalter Umgebung benutzt, ist der Einfluß der Temperatur zu berücksichtigen. Man kann damit rechnen, daß eine Erniedrigung der Umgebungstemperatur um 10 grd gegenüber der Eichtemperatur von 20 C die Anzeige um etwa 5 % erhöht. Bei einer Erhöhung der Umgebungstemperatur um 10 grd fällt die Anzeige um 5 %.

Bei den Meßbereichen 0...15/30/60 Lux muß das Anpassungsfilter abgenommen werden. Hierbei ist aber zu beachten, daß die angezeigten Werte nur dann der Maßeinheit entsprechen, wenn die vorhandene Lichtquelle eine Farbtemperatur von etwa 2850 K hat. Im Übrigen sind aber bei allen Lichtquellen auch ohne Filter relative Vergleichsmessungen durchführbar. Will man z. B. Lichtverteilungskurven aufnehmen und reicht der niedrigste korrigierte Meßbereich (150 Lux) nicht aus, so kann man die Kurve der Lichtverteilung ohne Filter aufnehmen und den Maßstab durch eine Messung der absoluten Beleuchtungsstärke an der Stelle ihres größten Werts mit Filter ermitteln.

Das Anpassungsfilter ist nicht austauschbar, da Instrument und Filter zusammen abgeglichen werden. Es kann durch Linksdrehen leicht vom Photoelement abgehoben werden. Die Verwendung des Anpassungsfilters ist besonders für die genaue Messung der Beleuchtungsstärke von farbigem Licht, Licht von Leuchtstofflampen, Hg- und Na-Lampen oder bei Tageslicht erforderlich. Die Meßfehler betragen dann bei den Lichtfarben 20, 22, 25, 30, 35 sowie bei der HQL nur etwa + 1 %, bei den Lichtfarben 15 (Tageslicht), 61 (rosa), 62 (gelb) und 63 (hellgrün) sowie bei Xenon-Lampen etwa +/- 5 % bis +/- 9 %. Besondere Korrekturen sind daher nicht erforderlich. Lediglich bei Natriumdampflampen ist der Meßwert mit einem Korrekturfaktor von etwa 1,1 zu multiplizieren.


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