Röhrenmessgerät ("Heeresprüfer")

Diese Prüfgerät, das Hartmann & Braun ab 1933 herstellte, diente zum Testen von Schirmgitterröhren und wurde zwischen Fassung und der zu prüfenden Röhre geschaltet, um ihre Funktionen zu prüfen.

Der untere Teil des Steckers ist einem Röhrensockel nachgebildet, während der obere zwei parallel geschaltete Klemmen trägt, die der Anodonklemme der Schirmgitterröhren entsprechen. Für die Prüfung von Röhren mit fünf Sockelstiften ist ein besonderer Sockelstift beigegeben, der mit Hilfe des Steckschlüssels eingeschraubt werden kann. Der Stecker wird nach Entfernung des zu prüfenden Rohres aus dem Empfänger an dessen Stelle in die Fassung eingesetzt. Bei Schirmgitterröhren der bezeichneten Art muss die Anodenleitung an die eine der beiden Klemmen angeschlossen werden.

kompletter H&B Röhrenprüfer im Transportkasten (Foto: G. Hütter)
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Die linke Fassung des Röhrenprüfers dient nur der Prüfung auf Kurzschlüsse zwischen den Elektroden, während die rechte für die Röhrenmessungen bestimmt ist. Neben den beiden Fassungen befinden sich besondere Buchsen. Bei der Prüfung von Schirmgitterröhren muss die der betreffenden Fassung zugeordnete Buchse mit der Anodenklemme auf dem Glaskolben der Röhre verbunden werden. Entsprechende Verbindungsleitungen befinden sich im Transportkasten.

Das Messgerät ist ein Drehspulmeßgerät, dessen Messbereiche den eingeführten Empfängerröhren angepasst sind. Zur Erhöhung der Messgenauigkeiten bei geringen Anodenströmen bzw. Schirmgitterströmen sind zwei Messbereiche vorgesehen.

Neben einer Kurzschlußprüfung (KP) sind noch die Messung der Heizspannung Eh (0...5V), des Heizstromes Jh (0...0,5 A) und des Anodenstromes JA/JAS bzw. des Gitterstromes JSG bei Schirmgitterröhren in 2 Bereichen (0...5 mA und 0...50 mA) möglich [56].

Das Innenleben ist hier zu sehen.


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